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Jeder vierte Arbeitnehmer wird berufsunfähig – sogar noch vor dem eigentlichen Rentenalter

21. April 2017

Über die Wichtigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung wurde in einem interessanten Artikel in den Stuttgarter Nachrichten und der Waiblinger Kreiszeitung berichtet.

»Wenn Arbeit krank macht« lautet der Titel des Zeitungsartikels, der beschreibt, dass hinter alltäglichen Beschwerden, wie beispielsweise Husten oder ein »rauher Hals«, oft eine typische Berufskrankheit sein kann. In diesem Beispiel wäre dies die sogenannte Staublunge, welche häufig im Bauhandwerk vorkommt.

Ob eine Berufskrankheit vorliegt, ist oft nicht sehr einfach herauszufinden. Eine Definition erfolgt durch das Bundesarbeitministerium als »Erkrankungen, die Versicherte durch ihre berufliche Tätigkeit erleiden und die in der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) aufgeführt sind«. Hier sind derzeit 77 Erkrankungen gelistet.

 

Ursachen für Berufskrankheiten

Wie im Zeitungsbericht beschrieben wird, können die Ursachen für eine Berufskrankheit unterschiedliche Einwirkungen sein. Beispielsweise der Umgang mit bestimmten Chemikalien, Vibrationen, Arbeiten bei starkem Lärm, das Tragen von schweren Lasten.

Aber nicht jede Erkrankung wird als Berufskrankheit anerkannt. Nur Erkrankungen, die nach medizinischen Erkenntnisse durch besondere Einwirkungen verursacht wurden, kommen dafür in Frage. Dabei muss der Erkrankte diesen Einwirkungen durch die Arbeit in höherem Maß ausgesetzt sein, als die übrige Bevölkerung.

 

Über 90 % der Betroffenen sind Männer

Im Artikel heißt es weiter, dass mehr als 90 Prozent Männer von Berufskrankheiten betroffen sind. Begründet wird dies damit, dass gefährliche und gesundheitsschädliche Arbeiten in aller Regel von Männern verrichtet werden, und bezieht sich damit auf Angaben von der IKK classic.

Sowohl Arbeitgeber, als auch Ärzte und Krankenkassen sind zur sofortigen Meldung an den Unfallversicherungsträger verpflichtet, wenn ein Verdacht auf eine Berufskrankheit vorliegt. Auch der Betroffene selbst kann die Unfallkasse darüber informieren.

Wenn ein Versicherungsschutz besteht, haben Betroffene Anspruch auf Entschädigung durch die gesetzliche Unfallversicherung. Um dies festzustellen, wird die Kranken- und Arbeitsgeschichte des Patienten vom Unfallversicherungsträger untersucht. Ebenso wird vor Ort die Belastung am Arbeitsplatz geklärt.

Durch ein Gutachten eines unabhängigen Facharztes wird danach geklärt, ob die Erkrankung tatsächlich durch die Arbeit hervorgerufen wurde. Der Betroffene kann aus drei vorgeschlagenen Gutachtern auswählen. Nur wenn damit bestätigt wird, dass es sich bei der Erkrankung tatsächlich um eine Berufskrankheit handelt, gibt es Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung, zum Beispiel verschiedenen Behandlungsmaßnahmen und Maßnahmen zur berufliche Wiedereingliederung. Eine Rentenzahlung gibt es, wenn nach der Rehabilitation körperliche Beeinträchtigungen bleiben und die Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent gemindert ist.

 

Hohe Hürden für die Anerkennung

Von gut 75.000 Verdachtsfällen wurden im Jahr 2014 nur knapp 17.000 anerkannt. Nur in rund 8.000 Fällen gab es Entschädigungszahlungen an die Betroffenen. Diese Zahlen zeigen, dass die Hürden für die Anerkennung einer Berufskrankheit sehr hoch sind. Ein Grund hierfür ist beispielsweise, dass oft viele Jahre zwischen Auslöser und dem eigentlichen Ausbruch einer Krankheit vergehen.

 

Staatliche Rente reicht nicht aus

Um den Lebensstandard auch nach Eintritt einer Berufsunfähigkeit zu halten, reicht die staatliche Erwerbsminderungsrente keinesfalls aus. Oft beträgt dies weniger als ein Drittel des letzten Monatseinkommens. Übrigens: im Jahr 2015 bezogen knapp 1,8 Mio Menschen eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von durchschnittlich 731 Euro monatlich.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich dieses finanzielle Risiko absichern, denn diese zahlt eine monatliche Rente bis zum vereinbarten Ablauftermin, welcher idealerweise dem Renteneintrittsdatum entspricht.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt an, dass statistisch gesehen aktuell jeder vierte Arbeitnehmer vor dem Erreichen des Rentenalters berufsunfähig wird.

Jeder im arbeitsfähigen Alter sollte daher eine solche Police abschließen – so die Empfehlung von Assekuranz und vom Verbraucherschutz.
 

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(Text: ramjs / Bildquelle: pixabay)

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