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Das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet

14. Januar 2019

Mit einer jährlichen Umfrage geht das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) der Frage nach, wie viel Vertrauen die Bürger hierzulande in die Altersvorsorge haben. Ein Ergebnis der aktuellen Befragung ist, dass zwei von drei Bürger damit rechnen, ihren Lebensstandard im Alter senken zu müssen.

Eine vom Deutschen Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) in Auftrag gegebene Meinungsumfrage belegt, dass die Bevölkerung im vergangenen Jahr weniger Vertrauen in die gesetzliche Altersvorsorge hat als noch in 2017, allerdings etwas mehr als in 2016. An der von der Insa Consulere GmbH, einem Markt- und Sozialforschungsinstitut, durchgeführten Onlinebefragung nahmen Anfang Dezember 1.014 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren teil.

Auf einer Skala von völlig unsicher (null Punkte) und ganz sicher (zehn Punkte) ergab sich für die gesetzliche Rentenversicherung mit 4,2 Punkten ein deutlich schlechterer Wert als noch 2017 – damals kam diese Form der Altersvorsorge auf 5,7 Punkte. Den schlechtesten Wert bei der jährlichen Umfrage mit 4,1 Punkten gab es diesbezüglich in 2016.

Die meisten blicken pessimistisch auf das Rentenalter

Mehr Vertrauen als in die gesetzliche Altersvorsorge hatten die Befragten in der aktuellen Umfrage dagegen in die betriebliche Altersversorgung mit 5,0 und in die private Altersvorsorge mit 4,8 Punkten. Nach den DIA-Angaben hat sich bei der Frage, was die Bürger bezüglich ihres Lebensstandards im Rentenalter erwarten, wenig verändert. Wie auch letztes Jahr rechnen rund zwei Drittel der Befragten damit, im Alter ihren Lebensstandard senken zu müssen.

Rund die Hälfte der Menschen glaubt sogar, den Lebensstandard deutlich absenken zu müssen. Dies waren neun Prozentpunkte mehr als noch in 2017. Laut Umfrage sind zudem nur 34 Prozent der Ansicht, dass sie finanziell ausreichend für das Rentenalter vorgesorgt haben. Aufgrund der bereits heute geringen gesetzlichen Altersrente – das Rentenniveau liegt aktuell bei rund 48 Prozent – ist es jedoch wichtig, frühzeitig eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen, um im Alter den bisherigen Lebensstandard halten zu können.

Auch die Deutsche Rentenversicherung und das Bundesministerium für Arbeit raten den Bürgern in ihren Webauftritten zur zusätzlichen Altersvorsorge. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu zahlreiche private, betriebliche und auch staatlich geförderte Altersvorsorgelösungen an. Ein Versicherungsfachmann hilft bei der Frage, wie hoch die zusätzliche Vorsorge sein sollte, und welche Altersvorsorgeformen individuell sinnvoll sind.

(Text: verpd / Bildquelle: pixabay)

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