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Immer weniger haben einen gesunden Lebensstil

6. August 2018

Erneut haben eine Einrichtung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) und ein privater Krankenversicherer auf Basis einer repräsentativen Umfrage untersucht, wie gesund die Bürger hierzulande leben. Wie die Auswertung zeigt, leben viele ungesünder als noch vor rund acht Jahren. Mehr als die Hälfte der Bürger bewegt sich zu wenig. Auch bei der Ernährung pflegt nur jeder Zweite einen gesunden Lebensstil.

Das Marktforschungsinstitut GfK SE in Nürnberg befragte für einen Report im Frühjahr 2018 knapp 2.900 erwachsene Einwohner in Deutschland, wie sie ihren Gesundheitszustand einschätzen und welche Lebensgewohnheiten sie in bestimmten Bereichen wie Ernährung oder Bewegung haben. Die von einem privaten Krankenversicherer und dem Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) zum fünftem Mal auf Basis der Umfrage durchgeführte Studie zeigt unter anderem, wie sich das Gesundheitsverhalten in den letzten Jahren änderte.

Insgesamt sind 61 Prozent der Befragten der Ansicht, dass ihre Gesundheit gut oder sehr gut ist. Ein weiteres Ergebnis ist jedoch, dass nur noch neun Prozent der Bevölkerung auch rundum gesund lebt – das ist der bisher schlechteste Umfragewert seit der ersten Umfrage in 2010, damals waren es noch 14 Prozent. Das heißt, nicht einmal jeder Zehnte erreicht alle Richtwerte und -grenzen, die Experten in den Bereichen körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stressempfinden als gesund erachten.

Die Bewegungsmuffel werden mehr

So reduziert sich zum Beispiel der Anteil derjenigen, der die Mindestempfehlungen für körperliche Bewegung erreicht, weiter.

Gesund ist laut Weltgesundheits-Organisation (WHO) mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche oder eine Kombination aus beidem. Doch nur 43 Prozent und damit deutlich weniger als die Hälfte der Befragten erreichen diese Vorgabe. Letztes Jahr waren es noch 45 Prozent, vor vier sowie vor sechs Jahren 54 Prozent und 2010 sogar noch 60 Prozent.

Dabei ist Bewegungsmangel laut Gesundheitsexperten eine der Ursachen für zahlreiche Leiden, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, Rückenschmerzen bis hin zu Diabetes Typ II und verschiedene Krebsarten.

Immer weniger Raucher

Zudem zeigt die Umfrage, dass weniger als die Hälfte, nämlich nur 48 Prozent, sich gesund ernähren, das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch in 2016. 2010 war der Wert wie 2018. Als gesund gilt, wenn man zum Beispiel ausreichend viel Obst, Gemüse, kalziumreiche Produkte und wenig Fleisch und Süßigkeiten ist. Aber auch regelmäßige Mahlzeiten sowie ausreichend Zeit zum Essen gelten als gesund. Als Basis für eine gesunde Ernährung galten für die Studie die Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 57 Prozent, haben einen guten Stresslevel. 2016 lag dieser Wert jedoch noch bei 58 Prozent. Laut Studie gilt als gesund, wer keinen Stress empfindet oder diesen mit Sport, Meditation oder anderen Entspannungs-Möglichkeiten kompensieren kann. Insgesamt ist das Stressempfinden heute jedoch besser als vor sechs oder acht Jahren, damals hatten nur 47 beziehungsweise 49 Prozent einen gesunden Umgang beim Thema Stress.

Erfreulich hoch sind die Umfrageergebnisse in den Bereichen Alkohol und Rauchen. So gaben 79 Prozent an, dass sie Nichtraucher sind. Die Zahl der Nichtraucher steigt somit weiter. 2016 waren noch 78 Prozent und 2010 sogar nur 75 Prozent Nichtraucher. Zudem gaben 82 Prozent an, dass sie keinen Alkohol konsumieren oder nur hin und wieder ein Glas Bier oder Wein trinken. Vor zwei Jahren gaben das jedoch noch 85 Prozent und vor rund vier Jahren sogar 87 Prozent an. Dagegen waren es vor acht Jahren etwas weniger als heute, nämlich 81 Prozent.

(Text: verpd / Bildquelle: pixabay)

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